Freitag, 1. Januar 2016

Fort Lauderdale - unser letzter Tag in Florida :'-(

Freitag, 01.01.16
Heute zum Abschluss unserer Reise waren wir in Fort Lauderdale. Hier begann 2007 unsere Reise auf der "Carnival Liberty" und wir wollten uns nochmal die Stadt hinter dem zweitgrößten Kreuzfahrthafen der Welt anschauen.
Nach einer ca. 45 minütigen Fahrt kamen wir im Stadtzentrum an und stellten das Auto im Parkhaus ab. Zu Fuß ist man in Fort Lauderdale schlecht unterwegs, da das "amerikanische Venedig" nahezu fast ausschließlich aus Kanälen besteht. Kanäle an denen sich die Reichen und die Superreichen ihre Sommerresidenzen gebaut haben.
Wir machten also eine Bootstour vorbei an den Villen und Jachten bis hin zum Hafen und staunten nicht schlecht unter anderem über die Privatjacht von Filmemacher Steven Spielberg und "Häuschen" deren Wert im zweistelligen Millionenbereich liegt.
Im Anschluss an die Bootstour machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die "Altstadt" und machten in einem gemütlichen kleinen Irish Pub Abendbrot ehe wir zurück fuhren.
Jetzt verbringen wir noch einen gemütlichen Abend auf der Couch ehe wir morgen, da unser Flug erst am Abend geht, den Tag mit letzten Besorgungen und Packen verbringen werden.
So verging nun unser letzter Tag in Florida und schweren Herzens stellen wir uns auf die Heimreise ein. Aber wir hatten eine traumhafte Zeit in Florida und werden, da wir ja ein Zimmer hier haben, sicher in nicht allzu ferner Zukunft wieder kommen. Erste Pläne sind jedenfalls schon gemacht... :-)

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Chapel Trail State Preserve, eine "neue" Eismaschine und Sanibel Island

Dienstag, 29.12.
Nach den aufregenden letzten Tagen verging der heutige gemütlich "Zuhause" in Pembroke Pines. Erstmal haben wir lange ausgeschlafen und haben den Tag entspannt mit "Heimarbeiten" verbracht. Katjas kühlschrankinterne Eiswürfelmaschine funktionierte von Anbegin a nicht richtig und sie hatte nie die Zeit gefunden sich damit zu beschäftigen. Da für heute ein Gammeltag geplant war, an dem ich mich bestimmt sonst gelangweilt hätte (und weil ich gerne selbst so eine tolle Funktion an unseem Kühlschrank hätte), habe ich kurzer Hand den Eiswürfeleinsatz ausgebaut und zerlegt, ihn gereinigt und desinfiziert und anschließend wieder eingesetzt sodass wir jetzt saubere, frischgezapfte Eiswürfel haben! ich bin unglaublich stolz auf mich! :D
Später am Nachmittag haben wir einen Ausflug in eine kleines Naturreservat in direkter Nachbarschaft unternommen wo wir ein Stück Everglades in ihrer ursprünglichen Form inkl. großer Sumpfschildkröten bestauen konnten.
Der Abend wurde am Lagerfeuer dann noch recht lang und wir haben uns auf unseren Trip am nächsten Tag eingestellt.

Mittwoch, 30.12.
Heute sind wir zu dritt nach Sanibel aufgebrochen, eine Insel an der Westküste von Florida, 2,5 Fahrstunden von Pembroke Pinesquer durch das Land.
Ein wenig hat Sunibel jetzt im Dezember den Charme einer Enklave für Nordamerikaner fortgeschrittenen Alters die hier in den warmen Süden  überwintern. Aber wir haben uns sehr wohl gefühlt und zwei herrliche Strandtage auf der Insel verbracht. Zufällig trafen wir beim Mittag auf einen Lehrer für Standup Paddeling, ein Mix zwischen Surfen und Paddeln. Kurzerhand vereinbarten wir zwischen Sandwitch und Eiskaffee einen Termin für einen Einstiegskurs am Morgen und besuchten anschließend das Muschelmuseum. Sanibel ist bekannt für seinen Artenreichtum an Muscheln und Seeschnecken jeglicher Art. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir am Strand direkt am Hotel und ein paar Fotos zum Sonnenuntergang. Nach dem Abendbrot haben wir uns nochmal zum Strand aufgemacht und uns in der Nachtfotografie ausprobiert. Die Ergebnisse seht ihr in den Bildern.

Donnerstag, 31.12
Der heutige Morgen sollte eigentlich zum Sonnenaufgang mit weiteren Fotos am Strand beginnen, als aber halb sieben der Wecker klingelte ließen uns sowohl die Gemütlichkeit als auch der Blick aus dem Fenster kneifen. Es stürmte und regnete...
Als wir dann aber alle drei im Bad fertig waren und uns gen Frühstück aufmachten schien schon wieder die Sonne und wir konnten beruhigt in Hektik geraten (Achtung Wortspiel! :D), denn mittlerweile war es viertel neun und um Neun sollte unser Paddelkurs beginnen!
Wir waren aber pünktlich (hört, hört!) und waren sogar noch vor unserem Lehrer da. Dieser erschien aber kurze Zeit später und begrüßte und herzlich. Da der Kurs nur aus uns drei bestand, bekamen wir über die nächsten zwei Stunden einen sehr intensiven Lehrgang im Standup Paddeln.
Angefangen bei ein wenig Theorie am Stand ging es bald ins Wasser und auf die Boards.
Kurz gesagt, wir waren und sind total begeistert und es war sicher nicht das letzte mal dass wir mit einem Paddel in der Hand auf einem Brett im Wasser standen.
Nach dem Kurs und einem anschließenden sehr netten Gespräch mit Wil und seiner Lebensgefährtin, haben wir und nochmal an den Hotelstrand aufgemacht wo wir den Rest des Nachmittages in der Sonne und im Wasser zwischen den Muscheln verbrachten.
Nun sind wir wieder in Pembroke Pines und werden den Silvesterabend gemütlich zuhause verbringen.
Allen ein gesundes neues Jahr 2016!

Hier gehts zu den Bildern

Montag, 28. Dezember 2015

Camaro, Namas-Tee und Dania Beach

Samstag, 26.12.
Für das Wochenende planten wir einen Ausflug nach Key West, sowie die davor gelagerten Inseln. Langfristig kümmerte sich Katja um einen Ford Mustang, den Björn ein Mal im Leben fahren wollte. Leider hatten wir kein Glück bei der Abwicklung der Autovermietung und mussten zwei Stunden auf das Auto warten. Und hatten dann kein Glück bei der Auswahl des Autos, ein Ford Mustang wurde es leider nicht. Aber ein anderer Sportwagen - Chevrolet Camaro. In Rot! Mit 520 PS! Wir fanden es trotzdem cool, das Verdeck des Cabriolet wurde sofort eingefahren und gegen 14 Uhr ging die Fahrt in den Süden los.
Aufgrund eines Unfalls auf dem viel befahrenen Overseas Highway standen wir ca. 3 Stunden im Stop and Go. Das war einerseits schade wegen der späten Anreise, andererseits wegen des teuren Autos, dass nicht ausgefahren werden konnte. Gegen 20 Uhr erreichten wir unser Hotel "The Eden Guest house" in Key West. Ein kleines gemütliches Hotel im Stil der spanischen Siedlerhäuschen, die Key West ausmachen. Wir hatten ein sehr kleines Zimmer mit lauter Klimaanlage. Das Hotel vertritt Buddhas philosophische Theorie, einer ausgeglichenen Lebensweise und bietet daher neben kostenlosen Getränken auch Yoga-matten und einen Rückzugsort für die Meditation an. In diesem Sinne gab es am Abend noch einen Namas-Tee :)
Wir schlenderten noch ein wenig durch die Gegend und genossen den ruhigen Abend.

Sonntag, 27.12.
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hafenviertel planten wir unseren Ausflug in Key West. Auf dem Programm standen einige Geocaches, das Mel Fisher Wrack-Museum, ein Bummel über den Mallory-Square und ein Besuch des Hemingway-Hauses, bzw. des Leuchtturms. Für den Abend war die Sunset Celebration am Pier vorgesehen. Ein Spektakel zu Ehren der Sonne :)
In Sachen Geocaching sind wir in diesem Urlaub noch nicht sehr erfolgreich gewesen, leider auch in Key West. Die Menge an Touristen ließ es leider nicht zu, dass wir in Ruhe nach den Dosen schauen konnten. Die erste Anlaufstelle war die Markierung des KM 0 auf dem US-Highway # 1. Die Küstenstraße geht an Floridas Ostküste nordwärts.
Das Mel Fisher-Wrackmuseum enthält Informationen und Schätze vom spanischen Entdeckerschiff "Atoche", die 1622 vor den Keys untergegangen ist. Schiffstaucher Mel Fisher machte es sich zur Lebensaufgabe den Gold- und Silberschatz und weitere Ladungen zu finden, was ihm schließlich 1985 gelang.
Weiter ging es zum Kreuzfahrthafen und zum Mallory Square, hier war es uns aber zu voll. Im Ron Jon Surfshop machte Björn eine Entdeckung: Eine GoPro-Actionkamera wurde dort zum unschlagbaren Preis verkauft - zugeschlagen und mitgenommen. Damit sind neue interessante Aufnahmen garantiert. Im Anschluss besuchten wir noch den historischen Leuchtturm. Da wir am Morgen schon eine weitere Übernachtung im Hotel gebucht hatten, konnten wir ganz in Ruhe zurück und in unser neues Zimmer einziehen. Hierbei stellte sich heraus, dass unsere Zimmernachbarn aus Deutschland stammen und auch auf Urlaubsreise vor Ort sind. Sie erzählten uns von der Happy Hour an der Hotelbar, so dass die Idee von der Sunset celebration ganz schnell vergessen war. Im gemütlich Pavillon kamen wir dann mal zur Ruhe und fühlten uns wie im Paradies.
Später schauten wir dann doch noch einmal im Stadtzentrum vorbei und erlebten das Feeling dieser kubanisch angehauchten Lebensart.
Björn probierte seine GoPro-Kamera im Hotelpool aus und konnte schon erste schöne Videos aufnehmen.

Montag, 28.12.
Die ca. 3-stündige Rückfahrt nach Miami genossen wir bei offenem Verdeck im Camaro. Wenn wir uns jetzt mal keinen Sonnenbrand zugezogen haben...
Zwischendurch gab es einige Fotostopps, Caches konnten wir leider auch hier nicht finden.
Die Rückgabe des Autos fiel uns schwer und so machten wir noch einige Abschiedsfotos vor der Mietstation. Dort holte uns Katja wieder ab und wir fuhren gemeinsam nach hause. Für den Nachmittag sollte es an den Strand zum Baden und Relaxen gehen. Nach einer 30-minütigen Fahrt kamen wir am Dania Beach im Johns State Park an, konnten im Atlantik baden, coole Wellenvideos machen und etwas entspannen. Katja hat uns zum Sushi-Essen eingeladen und nun sitzen wir alle zuhause und besprechen die nächsten Tage, die ja noch mal für Erlebnisse sorgen sollen.

Bilder zu allen Erlebnissen gibt es >hier< zu sehen

Freitag, 25. Dezember 2015

Everglades/ Weihnachten in Miami

Donnerstag, 24.12.
Heute haben wir unser Hubble wieder am Flughafen abgegeben und sind zusammen mit Katja in die Everglades gefahren. Die Everglades sind ein 6000 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet im Süden Floridas und beginnen direkt vor Katjas Haustür.
Natürlich machten wir auch eine Tour mit einem der typischen Airboats, eine Art Alufloß mit einem großen Flugzeugpropeller hinten drauf, das einen fast ohne Tiefgang über die Sümpfe gleiten lässt. Während der Tour sahen wir viele Alligatoren und haben viel über die Flora und Fauna erfahren.
Anschließend gab es noch eine kleine Wildlife-show mit den "Findelkindern" der Alligatorstation, einigen Alligatoren und Anakondas, die als Haustiere gehalten und irgendwann "entsorgt" wurden.
Nach dem Besuch in der Alligatorstation fuhren wir noch einige Kilometer weiter zum Shark Valley, einer Art Naturlehrpfad auf dem man weitere Informationen über die Everglades und seine Bewohner bekommt.
Später fuhren wir zurück nach Hause und bereiteten uns auf den gemütlichen Teil des Weihnachtsabends vor. Wir kochten, packten Geschenke ein, tranken Rumtopf und aßen gemeinsam Abendbrot. Gemütlich ließen wir also den Abend dann ausklingen mit Bescherung, Loriots "Weihnachten bei den Hoppenstedts" und später am Lagerfeuer.

Freitag, 25.12
Heute stand Downtown Miami auf dem Programm. Wir fuhren also in die Stadt nach Bayside, stellten dort das Auto ab und kauften uns ein Ticket für den Hop-On-Hop-Off-Bus.
Damit erkundeten wir Miami-Beach (was eigentlich eine eigene Stadt ist), Downtown Miami und Little Havanna.
Alles in Allem waren wir 4 Stunden mit dem Bus unterwegs und haben viel über die Stadt, ihre Bewohner und Geschichte erfahren. Wieder zurück in Pembroke Pines (So heißt Katjas Wohnviertel) ging es wieder ans gemeinsame Kochen. Heute standen Gulasch, Rotkraut und Klöße und zum Nachtisch Applecrumble auf dem Speiseplan.
Jetzt sind wir wieder mehr als satt und werden sicher bald ins Bett gehen, denn morgen steht ein weiterer großer Ausflug an!
Ihr dürft also gespannt sein :-)

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Universal Studios, Jupiter und zurueck nach Miami

Dienstag, 22.12.
Heute standen die Universal Studios auf dem Programm. Leider verpassten wird das Shuttle zwischen Hotel und Park, sodass wir selbst fahren mussten. Die Fahrt war aber nicht allzu lang und so stellten wir nach kurzer Zeit unser Auto, das mittlerweile den Spitznamen "Hubble" hat (vom Raumschiff) im Parkhaus "KING KONG" ab und machten uns auf den 15(!) min. Fussweg zum Park. Nach 20 Minuten Anstehen (das erste von vielen Malen heute) standen wir vor der schwierigen Wahl, welche der gefuehlt 100 verschiedenen Ticketvarianten wir waehlen wollen. Welcher Park? Wieviel Tage? Expressticket? Nach-4 Uhr-Expressticket?
Fragen ueber Fragen, aber irgendwann waren wir dann endlich im Park (natuerlich nicht ohne ein weiteres mal anzustehen) und schon mussten wir die naechste Entscheidung treffen. Welche der Attraktionen zuerst? Aber im 21. Jh. hat man natuerlich am Eingang eine App fuers Handy runtergeladen, die neben vielem Anderen auch die aktuellen Wartezeiten der Attraktionen anzeigt. So entschieden wir uns also mit dem Shrek 4D-Ride anzufangen - einem 3D-Kino mit wackelnden Sesseln und anderen Simulations-Effekten.
Es folgten eine Indoor-Achterbahn im Stil der Mumie-Filme, ein Besuch im "Krustyland" aus den Simpsons, ein interaktiver Kampf gegen die Aliens aus Men in Black, das Minions-Trainingsprogramm und zum kroenenden Abschluss, dann schon im Dunkeln, der Ritt auf der "RockIt!" - Achterbahn. (siehe Bilder)
So verging der Tag wie im wahrsten Sinne im Flug und wir steuerten voellig kaputt unser "Hubble" an und wir fielen im Hotel ins Bett.

Mittwoch, 23.12.
Der Mittwoch startete heute ganz entspannt mit Ausschlafen und Aufraeumen. [Erstaunlich wie schnell man so ein Hotelzimmer vollmuellen kann ;-)]
Anschliessend checkten wir aus und machten uns auf den Weg zum naechst gelegenen "CrackerBarrel". Dabei handelt es sich um eine auf Fruehstueck spezialisierte Food-Kette fuer welche wir vorm Urlaub von Anni einen Gutschein bekommen haben.
Das Essen war wirklich sehr lecker und wie immer viel zu viel und so machten wir uns satt und zufrieden auf den Weg nach Jupiter.
Jupiter liegt etwa auf der halben Strecke zwischen Orlando und Miami und ist Sitz einer JENOPTIK-Tochter mit eigener Optikproduktion. Viel sehen konnte man von draussen nicht und leider konnten wir auch aufgrund der Weihnachtszeit mit keinen Kollegen reden, aber es war trotzdem mal schoen dort gewesen zu sein! :D
Der restliche Weg zurueck zu Katja nach Miami war dann nicht weiter spektakulaer und so sitzen wir nun bei einem leckeren Abendbrot und ein paar Glaesern Wein bzw. Bier auf ihrer Veranda und lassen den schwuehlen Abend ausklingen. (es ist der heisseste Dezember in Florida seit Beginn der Wtteraufzeichnungen!)

hier gibt's wieder ein paar Bilder

Montag, 21. Dezember 2015

St. Augustine und Silver Springs

Sonntag, 20.12.
Gegen 10 Uhr verließen wir unser Motel in East Palatka in Richtung Osten. Es ging nach St. Augustine, der ältesten Stadt in den USA, die seit 1565 durchweg von Europäern bewohnt wurde. Vor 450 Jahren besiedelten spanische Eroberer unter der Führung von Juan Ponce de Leon die Gegend. Noch heute kann man den historischen Stadtkern und das alte Castillo de San Marcos besuchen. Die das Fort belebenden Reenactor feuerten pünktlich zu unserer Ankunft eine Kanone ab und stimmten uns so auf unseren Besuch des Forts ein!
Neben allerlei Kanonen waren die einzelnen Räumlichkeiten der Anlage zu besichtigen und es wurde viel über die wechselvolle Geschichte des Forts, der Stadt und des Bundesstaates im ganzen berichtet. Lediglich an Ausstellungsstücken wurde (wahrscheinlich magels an Originalfunden) etwas gespart.
Nach dem Fort schlenderten wir noch durch das romantische Städtchen Saint Augustine selbst, welches heuite noch die Atmosphäre der ersten Siedler versprüht. Mit einem Spaziergang entlang der Promenade beendeten wir unseren Besuch in Saint Augustine und machten uns auf in Richtung Silver Springs. Auf dem Weg dahin besuchten wir noch eine der typisch amerikanischen Outlet-Shoppingmalls, in denen Restposten von Markenartikeln zu teilweise drastisch gesenkten Preisen verkauft werden. Neben zwei Handtaschen und jede Menge Klamotten für  Steffi hat es auch ein paar neue Schuhe für Bön getragen. :D
In Silver Springs angekommen haben wir unser Hotelzimmer bezogen und sind knülle ins Bett gefallen.

Montag, 21.12.
Für den heutigen Montag planten wir einen Ausflug zu den Silver Springs. Die artesischen Quellen wurden uns vom Reiseführer empfohlen und befanden sich nur wenige Minuten vom Motel entfernt. Da sich das Wetter langsam wieder erholte und die Kälte der vergangenen Tage nachließ, freuten wir uns auf einen schönen Tag in der Natur.
Aus mehreren Quellen sprudelt genügend Wasser, um den Silver River zu speisen. Das Wasser ist ganz klar, so dass eine Fahrt mit einem Glasbodenboot für uns an stand. Während der ca. 30 minütigen Fahrt sahen wir Fische, Wasserschildkröten, Alligatoren und die faszinierenden Gebilde der Quellen selbst. Die Gegend diente einigen Hollywood-Produktionen als Kulisse, so dass es auch versunkene Adonis-Figuren und Ruderboote zu sehen gab. Der Quellteich liegt inmitten einer künstlich angelegten Parkanlage, sowie einem Nationalpark, dem Silver Springs State Park. Wir erkundeten den Park noch zu Fuß, es gab schließlich zwei Geocaches, die wir finden wollten. Leider nur einen gefunden.
Die Parkrangerin hat uns noch eine weitere Attraktion im Park empfohlen. In unmittelbarer Nähe konnte man Kayaks ausleihen und die Gegend auf eigene Faust erkunden. Das haben wir natürlich gemacht.
So kamen wir noch in den Genuss, einen Alligator mit samt Schildkröten-Leibwache zu beobachten (siehe Fotos).
Nach zwei Stunden Paddeln buchten wir noch schnell unser Hotel für die kommende Nacht - mittlerweile alles elektronisch und kabelfrei: Von unterwegs wurde das Handy eingeschalten und die Übernachtung im Best Western Orlando gebucht. Orlando empfinden wir im Moment als einen Abklatsch von Las Vegas, morgen soll es zum Universal Studio Themenpark gehen. Wir sind gespannt.

hier gibt's Biler aus Saint Augustine
und hier vom Paddeln in Silver Springs

Samstag, 19. Dezember 2015

Florida 2015

Nun sind wir schon ein paar Tage unterwegs und wollen euch einen ersten Bericht zu unserer Reise geben.
Donnerstag, 17.12.
Die Anreise zum Flughafen Berlin-Tegel verlief, abgesehen von einem kleinen Umweg, problemlos und wir konnten unser Auto am Flughafenparkplatz abstellen. Von dort brachte uns ein Flughafentransfer sofort zum Terminal. Beim Check In gab es einen kurzen Schreckmoment als der IBERIA-Mitarbeiter einen Nachweis über unser ESTA sehen wollte, welchen wir natürlich nicht hatten da unserer ESTA ja bereits 1,5 Jahre alt ist. Aber ein kurzer Anruf bei unserer Reiseberaterin Anni konnte uns beruhigen und wir sind entspannt ins Flugzeug nach Madrid gestiegen. Der Flug verlief problemlos und so saßen wir 2,5 Stunden später in Madrid beim Mittagessen im Flughafen. Der Check In nach Miami wurde dann nochmal spannend, da es nur eine Boarding-Schlange für zwei US-Flüge gab und wir so 15min anstanden, um dann festzustellen, dass wir noch einmal einen Immigration-Check am American Airline-Schalter machen müssen. So waren wir die letzten, die in die Boing 777-200 einstiegen, aber wir haben unsere Plätze ohne weiteres gefunden und es kam zu keinen weiteren Verzögerungen. Die eigentliche Einreise in Miami war dank Automaten sehr unkompliziert und so waren wir entgegen unserer Befürchtungen innerhalb von 20 Minuten draußen.
Nachdem Katja uns am Flughafen empfangen hat und wir gemeinsam unseren Mietwagen abgeholt haben, fuhren wir zu ihr nachhause, wo wir nach einem leckeren Abendbrot und nunmehr ca. 28 Stunden wach-sein endlich ins Bett kamen.

Freitag, 18.12.
Der Jetlag hat uns einigermaßen verschont und so konnten wir nach dem Ausschlafen und einem entspannten Frühstück bei Katja noch ein paar Erledigungen machen und sind dann in Richtung Norden, nach Cocoa Beach gestartet. Leider war der Freitag-Feierabendverkehr gegen uns, sodass wir erst am späten Abend ankamen und leider keine Zeit mehr blieb, uns den Ort noch einmal anzusehen. Nach einer kleinen Runde durch die Hotelanlage zum Strand sind wir knülle ins Bett gefallen.

Samstag, 19.12.
Nach einem leckeren (und natürlich viel zu reichlichen) Pancake-Frühstück sind wir von Cocoa Beach zum Kennedy-Space-Center gefahren. Dem Ort, von wo aus alle Apollo- und Spaceshuttle-Missionen starteten. Auf dem Gelände gibt es viele Ausstellungen und Originalexponate vom Apollo-Logbuch bis hin zum kompletten Spaceshuttle Atlantis. Eine Bustour führt einen über das weitläufige Gelände von Cape Canaveral, wo man die auch heute noch aktiven Startplattformen sehen kann. Sie werden heute, nach Beendigung des Shuttle-Programms hauptsächlich von privaten Raumfahrtmissionen genutzt. Jedenfalls so lange bis die NASA mit ihrer nächsten großen Mission beginnt, der Eroberung des Mars.
Der Tag verging rasend schnell im KSC und so mussten wir uns beeilen, um in Richtung St. Augustine weiter im Norden zu kommen. Hier wartet unser nächstes Hotel auf uns.
Soweit, so gut! Ihr seht, uns geht es gut und wir erleben viel. Weitere Berichte folgen bald! Bis bald!

klick hier für ein paar Bilder vom KSC

Mittwoch, 22. Juli 2015

Sommerurlaub 2015 Elbsandsteingebirge - Spreewald Teil 2

Der Montag war als Paddeltag angesetzt. So schwangen wir uns auf unsere Fahrräder und radelten den knappen Kilometer bis nach Burg zu einem der Bootsverleihe.
Kaum angekommen saßen wir auch schon jeder in einem Kayak und paddelten drauf los. Wir machen eine schöne Tour durch teils größere, teils sehr kleine Nebenarme der Spree, passierten mehrere Schleusen und erreichten nach ca. 2,5h das „Waldschößchen“ in welchem wir uns ein Mittagessen zur Belohnung gönnten.
Um nicht den gleichen Weg zurück zu müssen, entschieden wir uns für eine Runde und erreichten nach weiteren 3h wieder Burg, unseren Ausgangspunkt.
Total kaputt, aber um viele schöne Eindrücke reicher „schleppten“ wir uns zurück zum Campingplatz und machten uns auf unserem Gaskocher noch ein Süppchen mit frischem Gemüse und Würstchen! :D

Der Morgen des Dienstags begann entspannt mit Frühstücken. Dann allerdings machte uns das Bedienteil meiner Insulinpumpe einen gehörigen Strich durch die weitere Tagesplanung. Es fiel nämlich mit einem Mal komplett aus und ließ sich nicht wieder reaktivieren. Der Hilfe-Anruf beim Hersteller brachte zwar die erleichternde Nachricht dass ich ein Ersatzgerät bekomme, dieses allerdings von Hamburg mit Expresskurier in den Spreewald geschickt werden muss. Das hieß für uns also 6 Stunden am CP warten...
So vertrieben wir uns die Zeit mit Lesen, Faulenzen und In-der-Sonne-liegen.
Als der nette Mann von TNT aber dann kam ging alles recht fix. Die Nötigen Einstellungen fürs „Überleben“ waren schnell vorgenommen und so fuhren wir gg. 16 Uhr von Burg die paar Km nach Lübbenau um uns nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt und den Spreehafen einen weiteren CP zu suchen. Den fanden wir dann auch recht schnell, aber die Masse an Touristen die bereits in Lübbenau waren ließen uns nur noch einen einzigen Platz für unser Schlaf-Mobil und zwar mitten auf einem Platz, umringt von 20 High-End-Wohnmobilen. So verbrachten wir also den Abend nicht an unserem Auto, sondern ein wenig abseits am Wasser. Das allerdings ist wieder sehr gemütlich!

Heute, der 22.07. war Heimreisetag. Allerdings nicht ohne eine weitere Sehenswürdigkeit. Wir besuchten die riesige Förderanlage F60 des Besucherbergwerks in Lichterfeld.
Die 90 minütige Führung brachte uns auf 80m Höhe und zeigte uns die gewaltigen Dimensionen des 11.000 Tonnen-Kolosses.
Danach ging es dann aber endgültig gen Heimat.
Nun sind wir wieder Zuhause, veräumen unsere Sachen und freuen uns auf ein paar entspannte Resturlaubstage.

Sonntag, 19. Juli 2015

Sommerurlaub 2015 Elbsandsteingebirge - Spreewald Teil 1

„Legt euch zurück in die Seile, 45° zum Felsen und dann langsam den Griff unter dem Knoten lösen. Ihr lauft dann langsam die Felsenwand herunter, achtet darauf, dass der Griff trotzdem fest bleibt.“

Unser Urlaub im Elbsandsteingebirge genauer gesagt in der Gegend um Bad Schandau wurde zum Kletteraktivurlaub.

Wir haben uns schon lange vorgenommen, einmal richtig im Felsen klettern zu gehen. In der Kletterschule Klettermax buchten wir im Vorfeld einen Kletterschnupperkurs, der uns die Grundlagen näher bringen sollte. Am Montag, 13.7. erreichten wir am Abend den Campingplatz „Ostrauer Mühle“ im Kirnitzschtal bei Bad Schandau. Hier hatten wir für 3 Nächte eine Unterkunft mit Frühstück in der Pension gebucht. Das Zimmer war sehr geräumig und das Frühstück ausreichend. Leider hatten wir mit dem Wetter am Dienstag ein wenig Pech, sodass wir unsere geplante Bastei-Besichtigung verschoben.
Wir besuchten also stattdessen die Festung Königstein ganz in der Nähe. Die Königsresidenz aus dem Mittelalter liegt auf einem Plateau inmitten des Elbsandsteingebirges und überragt auf spektakuläre Weise die Landschaft.
Vom Massentourismus-tauglichen Parkhaus ging es einen 10minütigen Anstieg hinauf zur Festung. Durch die beiden ersten Tore hindurch eröffnete sich uns eine riesige Anlage mit unzähligen Gebäuden, Brunnen, Kasernen, Kasematten und vielem Mehr.
So verbrachten wir mehrere Stunden auf der Festung und genossen den Mix aus Kulturhistorie und faszinierenden Ausblicken.

Anschließend sind wir das Kirnitzschtal bis zum Ende gefahren und haben unterwegs den Lichtenhainer Wasserfall besucht, dessen Ziehung immer zur halben Stunde stattfindet und der seine Gäste mit „spektakulären“ 20 Sekunden Wasserfall „fasziniert“!

Für den Mittwoch hatten wir bereits von Zuhause aus, einen Kletterkurs bei einer der Kletterschulen in der Umgebung gebucht. Wir schauten den ganzen Morgen gen Himmel, denn es sah sehr nach Regen aus. Wir hatten jedoch Glück und so zeigte sich pünktlich zu Beginn die Sonne. Mit unserem Kletterführer Toni und 4 anderen Kletterneulingen ging es zum Gamrig in der Nähe von Rathen. Hier kletterten wir für mehrere Stunden, aufgrund der Gruppengröße konnte jeder 3 Routen klettern. Oben angekommen, trugen wir uns in  das Gipfelbuch ein, genossen die Aussicht und bereiteten uns auf den Abstieg vor. Der verlangt nochmal etwas mehr Konzentration und Überwindungskraft, denn es geht rückwärts den Fels hinab. Mit Vertrauen in Ausrüstung und unseren Kletterführer waren alle mutig genug und schafften den Abstieg.
Wir waren so begeistert, dass wir für den Freitag gleich nochmal einen Kurs buchten.
Den Nachmittag ließen wir gemütlich in Bad Schandau ausklingen. Wir spazierten am Elbufer und genossen das schöne Sommerwetter.

Am Donnerstag machten wir einen Ausflug zur Bastei. Wir stellten unser Auto am ebenfalls Massentourismus-tauglichen Parkplatz ab und begaben uns zusammen mit gefühlten Millionen anderen Touris in Richtung Bastei.
Es war ein sehr zwiespältiges Erlebnis. Einerseits sind die Aussicht und die Felsformationen absolut einmalig und begeisternd, andererseits ist der Massentourismus, der hier scheinbar schon vor langer Zeit Einzug gehalten hat, nicht gerade unser Geschmack!
Nicht nur die Masse an Besuchern nimmt einem ein wenig die Lust (und jegliche Chance auf ein Foto ohne kribbbelbunte Sommer-Sonne-gute-Laune-Kleidung), auch das 4-Sterne-Hotel im (zugegebenermaßen überarbeiteten) DDR-Stil passt einfach nicht an einen solchen Ort!
Aber der Besuch der Ausgrabungsstätte der ehemaligen Felsenburg auf der Bastei besänftigte das Mensatropen-Gemüt wieder und so war es am Ende ein sehr schöner Ausflug mit spektakulärem Blick.
Die anschließende Wanderung im Amselgrund, über den gleichnamigen Wasserfall bis hinunter zum Amselsee war ein schöner, wenn auch kräftezehrender Abschluss des Tages der durch ein entspanntes Picknick im Wand abgerundet wurde.

Der Freitag, 17.07. war als weiterer Klettertag geplant. Die ersten Erfahrungen am Mittwoch haben uns so begeistert, dass wir gleich einen Anschluss-Klettertag planten.
Wir hatten also um 14 Uhr einen weiteren Termin mit Toni unserem Kletterführer. Das bedeutete dass wir den Vormittag frei hatten und so machten wir nach ausgiebigem Camping-Frühstück einen Fahrradausflug das Kirnitzschtal nach vorn, nach Bad Schandau. Einen kleinen Stadtbummel, einen Aufstieg zu einem Aussichtspunkt und ein Mittagessen später hingen wir dann bereits wieder mit Toni und den uns bereits aus dem ersten Kurs bekannten Yannik und Jochen „in der Wand“.
Vier anstrengende, aber wieder sehr interessante und spaßige Stunden später lagen wir kaputt, aber glücklich im Liquid-Sound-Becken der Bad Schandauer Therme.


Am Samstag Morgen ging die Fahrt weiter in Richtung Norden, in Richtung Spreewald. Wir packten unsere Schlaf-Koch-Fahrradausrüstung zusammen und begaben uns auf die Autobahn nach Dresden. Unser erster Halt war die Slawenburg in Raddusch. Die Rekonstruktion der frühmittelalterlichen Fluchtburg beherbergt mehrere Ausstellungen und ein naturbelassenes Außengelände. Björn genoss die Zeit - Steffi nicht so.
Danach suchten wir uns einen Campingplatz bei Burg. Hier wurden wir fündig beim Landgasthof „Zur Wildbahn“. Das Gelände und der benachbarte Anlegesteg sind sehr schön, leider bekamen wir keinen schönen Standplatz. Wir fühlten uns wie auf dem Präsentierteller für Gasthofgäste und Feierwütige. Wir beendeten den Tag mit einer kleinen Fahrradtour, beobachteten ein Schleusenprozedere mit Ausflugskahn und Kajaks und gönnten uns ein leckeres Abendbrot im Gasthof. Bei einem Bierchen am Wasser endete für uns der Abend dann richtig.

Am Sonntag Morgen stand fest, dass wir den Zeltplatz verlassen und uns nach einem neuen Platz umsehen. Übernacht wurden wir von tückischen Mücken heimgesucht, die unsere Hände zerstachen und uns den Schlaf raubten. Für den Tagesausflug hatten wir eine Fahrradtour zum Örtchen Dissen geplant. Hier gibt es ein Heimatdorf mit sorbischen Traditionen und Überbleibseln sowie einem Freiluftmuseum im slawischen Stil. Da wollte Björn natürlich hin. Dort wurden auch gleich neue Bekanntschafften aus der Reenactment-Szene gemacht und man konnte fachsimpeln. Insgesamt waren wir gute 3 Stunden im Museum, radelten ca. 25km, fanden 2 Geocaches, töteten 10 Bremsen und kamen nach 5 Stunden wieder an unserem Auto an. Für den Abend fanden wir den Kneipp- und Caravancampingplatz mit einem schönen Stellplatz und konnten den aufregenden Tag in Ruhe ausklingen lassen.

Da die Internetanbindung leider eher mau ist können wir diemal keine Bilder mit hochladen. Diese werden dann "live" nachgeliefert! :D

Freitag, 19. September 2014

Kalifornien 2014 - Es wird ein heißer Sommer



Der Reiseblog vom Kalifornien-Urlaub 2014 beginnt mit der Geschichte im Flughafengebäude von San Francisco. Hier trafen wir, Björn, Steffi und Jörg, nach mittlerweile 24 Stunden Reisezeit auf Anni und freuten uns sehr, die kommenden 2 Wochen mit ihr herum zu reisen. Für die weiteren Geschehnisse benötigten wir alle erstmal genügend Konzentration, so dass Kaffee und Nikotin nötig waren. Via Flughafentransfer ging es zur Vermietstation, um dort einen GMC Jeep entgegen zu nehmen. Schön viel Platz, um alle Sachen zu transportieren.
Das Hotel „The Opal“ fanden wir auf Anhieb und es wurde auch gleich in Beschlag genommen. Es befindet sich direkt an der Kreuzung zweier wichtiger Straßen in San Francisco, trotzdem weit genug von der Innenstadt entfernt, um in Ruhe schlafen zu können. Mittlerweile war es 20 Uhr, alle schon länger als genug auf den Beinen und alle hatten Hunger. Wie gut, dass sich im Hotel ein Diner befindet, welches Burger und allerlei leckere Sachen anbietet. Mal ehrlich, wir sind in den Staaten und Burger und Sandwiches sind hier Haupternährung. Dass wir aber auch zu den Menschen gehören, die solche Speisen zum Frühstück, Mittag und Abendbrot essen, wurde uns erst später bewusst.
Die erste Nacht war aufgrund des Jetlags kurz und knapp. Beim Continental Frühstück konnten wir uns nicht wirklich stärken. (Für alle, die nicht Bescheid wissen: Muffins, Frischkäse, hart gekochte Eier, Kuchen, Marmelade, lauwarmer Kaffee, Obst).

Mittwoch, 7. August 2013

„Komm wir fahren nach Amsterdam...“ - von Grachten, Window-shopping und Marihuana

Den heutigen, letzten Tag unserer Reise verbrachten wir in Amsterdam. Wir hatten uns schon sehr zeitig den Wecker gestellt, um die Durchfahrt der Carnival Legend durch die Ijmuiden-Schleuse an der Spitze von Holland zu sehen. Blöd nur, dass wir den Wecker nicht auf „Schlummern“ sondern aus gestellt haben und nur Steffi gerade so noch die Ausfahrt aus der Schleuse sah! Aber es gab ja noch die Rücktour zurück in die Nordsee!
Nachdem wir uns also nochmal hingelegt und dann später gefrühstückt hatten befanden wir uns bereits am Pier von Amsterdam. Der erste Blick aus unserer Kabine traf auf ein modernes, gläsernes Bürogebäude, welches direkt am Pier, also keine 20m von unserem Balkon stand. Das soll also Amsterdam sein? Nein! Wir packten unseren Rucksack für den ersten Tagesausflug und gingen von Bord. Nach ca. 15min Fußweg erreichten wir die Innenstadt bzw. die touristisch interessantesten Viertel Amsterdams. Der erste Eindruck war eine Mischung aus „die Stadt erwacht gerade von einer harten Partynacht“ und „die Leute gehen nochmal kurz einkaufen bevor sie feiern gehen“!
Man sieht Menschen im Jogginganzug im Supermarkt, Geschäftsleute, die ihre Zeitung in einem Café lesen und jede Menge junger Menschen (offensichtlich auch Touristen) mit Rucksäcken, Isomatten und Sonnenbrillen.
Und über alle dem schwebt ein süßlicher Geruch von Kräutergarten...
Wie ihr alle wisst ist in Amsterdam der Verkauf und Gebrauch von Marihuana, Gras, Dope oder wie auch immer man dazu sagen will völlig legal. Und die Leute machen reichlich Gebrauch davon! Wahrscheinlich sind es hauptsächlich die Touristen, die in ihrem Urlaub die Gelegenheit auf einen legalen Joint nutzen, aber nicht nur. Da sieht man den bereits erwähnten Geschäftsmann im Anzug neben seiner Zeitung eben auch mit einem Joint!
Deshalb die Sonnenbrillen auch bei diesigem Nieselwetter, wie wir es heute hatten! :D
Jedenfalls reicht es um über die Stadt einen permanenten Hauch von Mariuana zu legen.
Aber Gras ist natürlich nicht alles was man hier erleben kann. Auf unserer Tour durch die Stadt sahen wir bereits einige der berühmten Grachten und Kanäle. Da eine der Haupttouristenzonen der Rotlichtbezirk ist, sahen wir auch einige Lokalitäten und Shops, die sich der käuflichen Liebe verschrieben haben. Was heißt „einige“? Dutzende! Im Großen und ganzen ist es wie auch die Reeperbahn in Hamburg, Sexshops, Kinos, Stripclubs reihen sich aneinander. Jedoch eine Besonderheit gibt es! Das s.g. Window-shopping! Man sieht hinter Glastüren und großen Schaufenstern die Damen direkt sitzen und bei Interesse geht man einfach zu ihr in die Kabine, ein Vorhang wird zugezogen und los geht’s...

Am Nachmittag machten wir noch einen vom Schiff organisierten Ausflug durch den „Red-light-Distrikt“ und haben so manche Information über den Bezirk erfahren. So erklärte man uns zum Beispiel wo es das beste Gras zu kaufen gibt und dass die Damen hinter den Glasscheiben im 12-Minuten-Takt abrechen. 12 Minuten – 50€, was das allerding alles beinhaltet haben wir nicht erfahren!
Die Tour endete wie sie begann im Bus zum Cruise-Terminal mit einer Rundfahrt vorbei am Marinemuseum und anderen Amsterdamer Sehenswürdigkeiten.
Wieder auf dem Schiff machten wir uns ein letztes Mal auf zum „Truffles Restaurant“, um dort das leckere Abendbrot zu genießen und uns anschließend die morgends verpasste Schleusendurchfahrt diesmal anzusehen! :D
Nun schaukelt des Schiff wieder etwas mehr, wir befinden uns ja wieder auf offener See!

Das war sie nun - unsere Kreuzfahrt durch die Ost- und Nordsee! Den restlichen Abend verbringen wir nun mit Packen, Blogschreiben und letzten Souveniereinkäufen.

Wir sind, trotz der Freude auf Zuhaus, doch traurig, dass die schöne Zeit an Bord schon vorbei ist und wünschen uns noch länger bleiben zu können!
Die Legend wird diese Reise jetzt noch zwei mal machen, bevor sie eine Tour antritt, die in uns beiden gleich noch mehr das Fernweh weckt. Sie wird die Norwegische Küste entlang bis zum Nordkap fahren bevor sie mit der nächsten Tour um die Britischen Inseln und anschließend nach New York fährt.
Doch für uns heißt es morgen erstmal von Bord zu gehen, einen Kurztrip durch London zu machen und anschließend den Heimflug anzutreten!

Dienstag, 6. August 2013

Sozialstudien im Urlaub

Vom Beginn unserer Reise an, ertappten wir uns immer mal dabei, wie wir, während wir über die Decks flanierten, in sozialwissenschaftliche Gespräche verfielen. :D
An erster Stelle stand dabei immer wieder die Frage, ob es für die Kellner, den Zimmerservice, Putzkräfte ein lohnenswertes Geschäft ist, an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu arbeiten. Über die näheren Arbeitsbedingungen, wie Bezahlung, Arbeits- und Pausenzeiten können wir keine sachlichen Aussagen treffen. Wir sehen nur, wie diese Menschen sich bemühen, um es den Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Überall tummeln sie sich herum und putzen, räumen, wischen, grüßen freundlich, wünschen den Gästen einen schönen Tag. Das kann doch nur anstrengend sein. Obwohl auf dieser Reise US-Amerikaner sicher nicht in Überzahl liegen (sehr viele Engländer, Portugiesen, Kanadier und weitere europäische Nationalitäten), kann man ihre Herkunft gut erkennen. Leider nutzen sie den Luxus aus, dass ihnen das Personal ja eh alles hinterherräumt. Der Gast steht in der Hotellerie- und Gastrobranche halt an erster Stelle. Wir weigern uns gegen diesen Trend, essen immer ordentlich auf, räumen unser Geschirr wenigstens zusammen und auch unsere Kabine ist einigermaßen aufgeräumt.
Für uns entwickeln sich zusehends drei Klassen an Bord:
  1. die Gäste; sie dürfen einfach alles, was ihnen Spaß bringt. Hauptsache es gibt keine Beschwerden.
  2. die Crew im oberen Aufgabenbereich; Führungskräfte, etc. 3.
  3. die Crew im unteren Aufgabenbereich, ausführende Tätigkeiten, Putzkräfte, Abräumer, Zimmerservice.
Wir heißen diese Mentalität nicht für gut, können sie aber leider nicht ändern! Wir hoffen einfach, als gutes Beispiel voranzugehen und vielleicht einen positiven Eindruck zu hinterlassen in dem wir dem Personal bei ihrer Arbeit ein wenig entgegen kommen.

An zweiter Stelle unserer Gespräche stand das Thema, dass viele Menschen sich ihrer Körperproportionen nicht scheuen und enganliegende Kleider, Röcke, Hosen anziehen. Da steht man dann eben im engsitzenden Abendkleid an der Pizzatheke, nachts 1 Uhr (hat ja 24 Stunden auf) und befiehlt dem schmächtigen Indonesier, er solle doch bitte eine Peperonipizza herbeizaubern. Dieser steht wahrscheinlich schon seit 9 Stunden am heißen Ofen, wünscht sich den Feierabend herbei, muss den Auftrag aber leider erfüllen. Steht ja so im Arbeitsvertrag.
Der Freiheit sind keine Grenzen gesetzt, alles ist möglich. 



Zu den zwei Seetagen können wir leider nicht viel berichten. Ab und zu konnte man uns auf dem Deck sehen, ein wenig Sonne erhaschen. Am Montag Abend unterquerten wir die große Beltbrücke zwischen Dänemakr und Schweden. Das war ein Riesenspektakel, viel Platz zwischen Schornstein und Brücke war nicht mehr.

Sonntag, 4. August 2013

im Osten was Neues...

Zunächst kommt noch ein kleiner Nachtrag zu Samstag, bevor wir uns dem Tag in Tallin widmen: Auf dem Weg in die St. Petersburger Innenstadt entdeckten wir ein Brautpaar auf dem Weg zu einem Fototermin. An sich nichts ungewöhnliches an einem Samstag. Wenig später entdeckten wir noch ein Brautpaar, welches vor einer der vielen Sehenswürdigkeiten posierte. Unsere Reiseführerin erklärte uns, dass viele junge Brautpaare die Mühe nicht scheuen in St. Petersburg zu heiraten. Es gilt als sehr modern und angesehen. Für diejenigen, die eine Braut entdecken, bedeutet es Glück. Ingesamt haben wir uns siebenmal Glück eingeholt. Zwischendurch wurde es eine richtige Plage, da die Brautpaare mit den XXL-Limosinen und übergroßen Schmuckarrangements einem den Weg versperrten. Am Ende haben wir uns für alle frisch Vermählten gefreut und haben das Glück hoffentlich gut genutzt.

Am Sonntag erreichte das Schiff Tallin in Estland. Der Hafen befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Wir verliessen das Schiff gegen 10 Uhr und steuerten den ersten Geocache an. Er befand sich neben einem Tor der alten Stadtmauer. Um die mittelalterliche Altstadt zieht sich die Stadtmauer auf einer Länge von ca.1km und beherbergt Wohnungen, Ateliers und Cafés. Tallin ist eine sehr design- und Kunstverrückte Stadt. Auf dem Domberg im Westen der Stadt befinden sich das Parlamentsgebäude, eine russisch-orthodoxe Kathedrale sowie die evangelische Domkirche. Von hier hatten wir einen schönen Blick über die Bucht. Das Wetter war den ganzen Tag lang angenehm sonnig und warm. Da hat das Glück von St. Petersburg schon geholfen ;)
Wir bummelten weiter durch die Stadt, machten viele Fotos und genossen das touristische Flair. Zum Mittag gab es traditionell russische Küche: Blini und Pelmeni. Borscht haben wir auch probiert. Alles sehr lecker. Zurück an Bord verbrachten wir den restlichen Tag in der Sonne und philosophierten über die unterschiedlichen Lebensstile der Menschen. Dazu wird es morgen ( ist ja ein Seetag und wir verbringen die ganze Zeit auf dem Schiff) einen extra Blogeintrag geben. Nach dem Abendbrot leisteten wir uns einen Cocktail und bestaunten den Sonnenuntergang. Ihr könnt ihn auf den Bildern sehen.

Samstag, 3. August 2013

Warum ist man hier immer so satt?

… diese Frage stellen wir uns regelmäßig nach jedem Essen! Zu jeder Mahlzeit, egal ob auf dem Lido-Deck oder im Restaurant, nehmen wir uns vor heute mal nicht sooooo viel zu essen. Nun ja und da die Vernunft mit an Bord eines Kreuzfahrtschiffes geht, genauso wie sie mit in jeden All-inclusive Urlaub fährt, kommt trotzdem nach jeder Mahlzeit dieser Spruch! :D
Aber nun zu unserem Bericht der letzten beiden Tage: Der gestrige Tag (Freitag) begann mit trübem Himmel und gelegentlichem Regen! Da wir auf Grund der russischen Einreisebestimmungen aber sowieso nicht auf eigene Faust das Schiff verlassen durften und unser gebuchter Ausflug erst um 19 Uhr starten sollte, verbrachten wir den Tag entspannt an Deck. Nachdem wir gefrühstückt hatten und eine Runde an Deck spazieren waren, versuchten wir uns an einer kleinen Partie Minigolf. Mit nur wenigen Schlägen über Par und nun durch die kühle Seeluft richtig wach, beendeten wir unsere Runde und kehrten in unsere Kabine zurück!
 Das Wetter besserte sich langsam und es versprach doch noch ein freundlicher Tag zu werden. Da wir noch den ganzen Nachmittag Zeit hatten, gingen wir ins bordeigene Fitnessstudio (zum 2. mal bereits!) mit dem Resultat, dass uns heute mal wieder alles weh tat! Aber von nichts kommt ja nichts! :D Zur Belohunung gabs eine Runde Entspannung im studiointernen Whirlpool!

Nachdem wir uns geduscht und fertig gemacht und noch etwas zum Abendbrot gestärkt haben (diesmal hätte es fast geklappt mit dem weniger-essen!) war es kurz nach 18 Uhr und wir begaben uns in Theater, dem Sammelpunkt für die Abendausflügler nach St. Petersburg. Nach kurzer Einweisung und einem überraschend problemlosen „Grenzübergang“ saßen wir auch schon im Bus in die Innenstadt. Vorbei ging die Fahrt an riesigen Wohnscheiben die jedes Rieth und jedes Lobeda-West wie kleine Einfamiliensiedlungen aussehen lassen! Aber das war zum Glück nur die eine Seite der Stadt. Nach ein paar Fahrtminuten kamen wir zum Fluss Neva und dort bekamen wir DAS St. Petersburg zu sehen! Wir stiegen vom Bus in kleine Flussboote um und schipperten den Fluss auf und ab, vorbei an allerhand vom Wasser aus sichtbaren Sehenswürdigkeiten. Darunter jede Menge Paläste, das Schiff Aurora, von welchem die Rote Revolution ihren Anfang nahm und vieles mehr. Nach guten zwei Stunden war die lustige Flussfahrt mit Champagner auch schon vorbei und nach einem kurzen Souvenier-Stop mit Wodkaverkostung gings zurück auf die Legend! Ein netter Vorgeschmack auf den Samstag!

Eben dieser begann recht zeitig, schließlich sollte der Ausflug bereits 8:30 Uhr starten. Also, raus aus dem King-Size-Bett, fertig machen, frühstücken und ab zum Treffpunkt. Pünktlich saßen wir im Bus und wurden von Marscha, unserer Reiseführerin begrüßt und auf dem Weg in die Stadt bereits mit Informationen zur Stadt versorgt. Da natürlich nicht alle Ausflügler die Tour am Vorabend mit gemacht haben begann auch diese wieder mit einer Fahrt über die Neva und ihre unzähligen Seitenarme und -kanäle. Später folgte noch eine ausgiebige Busrundfahrt quer durch die Stadt, vorbei an vielen Palästen und Plätzen, die diese Stadt so einzigartig machen. Wer schon einmal in einer anderen russischen Stadt war, kann den Satz unserer Reiseführerin „wer in St. Petersburg war, war nicht in Russland!“ nachvollziehen. Es gibt hier quasi keine schmutzigen Ecken oder andere „Schandflecken“. Der erste Stop unserer Tour war die Peter- und Paulskathedrale in der gleichnahmigen Festung. Ein pompöser, christlich-orthodoxer Prunkbau, in welchen sämtliche Zaren und Zarinnen ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die letzte Zarin wurde erst 2006 hier her umgebettet! Zurück zum Bus und weiter ging die wilde Fahrt durch verwinkelte Gassen und über breite Plätze. Das nächste Highlight war das Mittagessen! Wir wurden in einen Palast geführt, der heute eigentlich das Rundfunk- und Telekommunikationsmuseum beherbergt, aber nicht etwa um die dortige Ausstellung zu besichtigen! Nein, man führte uns direkt in den Ballsaal, wo bereits gedeckte Tische auf uns warteten. Wie speisten nun in der gleichen Atmosphäre wie es die Fürsten im alten St.Petersburg schon taten. Eingeleitet wurde das Essen von Champanger und Wodka, gefolgt von einem Vier-Gänge-Menü und begleitet von traditioneller russischer Musik und Tanzeinlagen. Nach diesem nichtalltäglichen Essen folgte ein kurzer Spaziergang zur Spilled-Blood-Kirche, einem Bau der zu Ehren des ermordeten Zaren im Stil der Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau errichtet wurde.

Den Abschluss unsere heutigen Tour bildete eine Führung durch den Yusopov-Palast, in welchem der berühmte Rasputin durch eine Gruppe von Verschwörern sein Ende fand. Der Yusopov-Palast ist ein typischer zaristischer Prunkbau, wie man ihn sich vorstellt. Wandteppiche, Kronleuchter und alles was das Aristokratenherz begehrt! Als wir nun endlich wieder im Bus zurück zum Schiff saßen, waren wir völlig geschafft ob der vielen Eindrücke des Tages! Das Ausreisen war wieder ganz problemlos und so kamen wir geschafft aber froh, diesen Ausflug gemacht zu haben, in unserer Kabine an und geniessen nun den Abend bei Bier und Wein und leckerem Obst und Käse auf unserem Balkon! :-) Katja hat sich wieder Mühe gegeben uns zu verwöhnen! VIELEN DANK DAFÜR!

 -hier- die Bilder. Ich glaube, die sprechen für sich!

Donnerstag, 1. August 2013

Cruise passengers – just in time (Kreufahrtpassagiere – pünktlich in der Zeit)

Die Vorteile einer Balkonkabine liegen eindeutig darin, dass man aus dem Bett heraus sieht, welches Wetter draußen ist. Und heute früh blieben wir ganz entschieden liegen. Bereits gegen 7 Uhr kamen wir in Helsinki an. Ab 8 Uhr durften wir das Schiff verlassen. Für uns standen einige Aktivitäten auf dem Plan, für die gutes Wetter wünschenswert ist. Wir buchten im Vorraus schon zwei Kayaks bei einer Paddelstation ca. 10km östlich der Stadt. Wir mussten also mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einmal durch die ganze Stadt.
In Helsinki legen die Kreuzfahrtschiffe an verschiedenen Kais an. Die Carnival Legend lag im Südwesten am Länsisatama. Nachdem wir uns bei einem reichhaltigen Frühstück gut gestärkt hatten, verliessen wir gegen 10 Uhr das Schiff. Wenn man bedenkt, dass wir 10.30 Uhr den Termin an der Paddelstation hatten, konnte der Weg dorthin nur sportlich werden. Zu Fuß machten wir uns auf in Richtung Zentrum bzw. U-Bahn-Station. Soll ja alles gar nicht so weit entfernt sein. Blöd nur, dass das gesamte Hafengelände eine einzige Baustelle ist. Die Finnen verstehen es trotzdem alles sehr gut auszuschildern. Die U-Bahn endlich gefunden, fuhren wir direkt bis zur Haltestelle Rastila. Von dort sind es nur noch1,5km bis zum Paddeln. Inzwischen war es 11 Uhr, wir haben es schon abgeschrieben. Der Regen nahm mittlerweile stark zu und Haare, Gesicht, Hände und Beine waren schon komplett nass. Der Fußweg ging durch eine Appartment-Gegend. Kleine, gepflegte Vorgärten, Spielplätze, Garagen. Sind wir hier richtig? Wir waren es. Bön entdeckte einen Aufkleber an einer Straßenlaterne, auf dem ein kleiner Paddler zu sehen war. Der Pfeil darunter führte uns zur Paddelstation.
Wir mieteten die Kayaks für zwei Stunden. Bei dem Wetter würden wir eh nicht so lange paddeln. Als alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden und wir spritzwassergeschützt ins Kayak einstiegen, konnte das Abenteuer losgehen. Unser GPS-Gerät zeigte etliche Geocaches in der Nähe an, die wir auch gut erreichen konnten. Das Insel-Archipel, das rund um Helsinki liegt, ist zugänglich für jedermann. Wir ließen unsere Kayaks am Ufer einer der Inseln und suchten nach den kleinen Dosen. Ohne von jemandem gestört zu werden – war ja keiner da!
Nach zwei Stunden ging es wieder zurück. Jetzt haben wir von den Paddeleinheiten ganz schön Muskelkater.
Auch wenn nicht mehr viel Zeit blieb, bevor das Schiff abfuhr, wollten wir dennoch einmal in die Innenstadt schauen. Mit der Metro ging es zurück, dann zu Fuß durch die Shoppingmeile. Helsinki ist eine moderne Stadt, in der viel zu viele Menschen unterwegs waren. Uns hat es sehr an Stockholm erinnert, naja es ist und bleibt Skandinavien. Übrigens ist uns aufgefallen, dass auf allen Straßenschildern die Namen von Stationen oder Stadtteilen immer mit zwei Begriffen beschrieben sind. Wahrscheinlich ist in Helsinki Schwedisch als Verkehrssprache akzeptiert, weshalb alle Namen und Ausdrücke in beiden Sprachen vorkommen.
Wir stärkten uns mit Pizza und Pasta, bevor wir hektisch wurden. Schon einmal sind Passagiere in Warnemünde zu spät zum Hafen gekommen. Das Schiff kann die Abfahrtszeit nicht nach hinten verzögern, weshalb alle gebeten werden pünktlich an Bord zu sein. Uns blieb zwar noch genügend Zeit, doch wer weiß was dazwischen kommt?! Mit der Metro ging es bis nach Kamppi, dort wollten wir in die Straßenbahn einsteigen. Keine Haltestelle zu finden, nicht mal Gleise zu sehen. Der Verzweiflung nahe führte uns der Instinkt trotzdem an die richtige Stelle. Juchuu, wir schaffen es noch pünktlich. Die letzten 400m bis zum Schiff liefen wir wieder durch die Großbaustelle am Hafen. Hier ist der Fußweg für Kreuzfahrtgäste auch extra ausgeschildert. 5 Minuten bevor alle Gäste wieder an Bord sein sollten, drudelten auch wir ein. Eben pünktlich in der Zeit.
Das Sail-away, also die Ausfahrt aus dem Hafen sahen wir von Deck 10, mittlerweile in der prallen Sonne. So kann sich das Blatt manchmal wenden. Jetzt geht die Fahrt weiter nach St. Petersburg. Hier gibt’s bestimmt noch spannendere Geschichten zu erzählen.

Am Mittwoch durften wir noch eine ganz besondere Veranstaltung erleben. An Bord der Carnival Legend befindet sich der Illusionist Justin Illusion. Keine Ahnung welchen Stellenwert er in den USA hat. Faszinierend war es trotzdem: Zusammen mit dem Tanzensemble des Schiffs zauberte er in 45 Minuten wie wild. Er ließ ein Motorrad verschwinden, zauberte seine Assistentin erst aus der Kiste weg und dann unter seinen Vorhang. Und alles vor unseren Augen. Drum herum wurde viel getanzt und gemacht. Das war wirklich sehr spektakulär.

-hier- gibts Bilder

Mittwoch, 31. Juli 2013

Carnival Legend Teil 1

Wie jedes Jahr wollen wir euch auch dieses Jahr über unseren Urlaub auf dem Laufenden halten und sozusagen Reisetagebuch führen!

Wir befinden uns nun also an Bord der „Carnival Legend“ auf der Reise von Warnemünde, über Helsinki, St. Petersburg, Tallin und Amsterdam nach Dover in England! Begonnen hat unserer Reise mit einer recht entspannten Zugfahrt von Erfurt über Halle nach Warnemünde! Dort angekommen rollerten wir mit unseren Koffern die paar Meter vom Bahnhof zum Hafen und trafen unterwegs Stephan, Daniela und Malina welche grade als Tagesbesucher auf unserem Schiff waren.
Wir waren also schon angekündigt! Aber wenn man sich unter dem Namen Jauch auf einem Carnival-Schiff vorstellt, wird man sowieso gleich mit einem wiedererkennenden Lächeln begrüßt, man ist ja schließlich „family of Kat“ :D
Dementsprechend schnell ging unser Bording vonstatten und wir bezogen unsere herrlich große Balkonkabine! Schon beim Einsteigen wurden wir von Neill, dem IS-Manager begrüßt. Er ist, durch Katja organisiert, unser Ansprechpartner bei allen Fragen! Wir bekommen natürlich standesgemäß eine Sonderbehandlung! Das beinhaltet sowohl günstigere Preise bei der Versorgung mit Getränken, Merchandising und dergleichen als auch ein Sofort-service bei allen Problemchen, die auftreten könnten! :D Hierfür vielen lieben Dank liebe Katja!!!
Nach dem Einchecken und einem ersten Rundgang auf dem Schiff, gingen wir noch einmal von Bord um den restlichen Tag in Warnemünde und das herrliche Ostsee-Sommerwetter zu genießen. Ein stilechtes Fischbrötchen leitete unseren Rundgang durch Warnemünde inkl. Geocaching ein und so verbrachten wir einen entspannten Nachmittag.
Als Einstieg in unseren Urlaub gingen wir später im Restaurant „Truffels“ Abendbrot essen, um danach den wohl diese Woche noch oft zu hörenden Satz „ puh, jetzt bin ich satt!“ zu sagen. :D
Um 23 Uhr war es dann soweit! Zum Klang allermöglicher deutscher Seemanns- und Fernwehlieder von Seiten der Hafenlautsprecher, legten wir mit Blick auf die vielen Lichter von Warnemündes Hafenstadt ab! Ein emotionaler Moment, wenn auch nicht neu für uns, schließlich hatten wir diese Situation bereits letztes Jahr im Sommer als wir Warnemünde mit der Fähre Richtung Trelleborg/ Schweden verließen! Auch 2010 waren wir bereits im Rahmen unserer Ostseereise hier!
Nach dem sog. Sail-away war der Tag für uns bereits beendet, da er ja schon Früh um 4:30 Uhr begann! (...das ist ja wie zu Arbeitszeiten!!!)
Der heutige Mittwoch begann entspannt um 9:30Uhr mit Aufstehen und fertigmachen für den ersten Seetag. Da wir keine festen Zeitpläne für heute hatten, verlief der Tag ganz enspannt. Wir frühstückten zuerst in Ruhe (ja, ehe wir soweit waren, gab es nur noch das Spätaufsteherfrühstück...), danach besuchten wir einen Vortrag im Theater über Tallin und Amsterdam und betätigten uns anschließend sportlich im Fitnessstudio. Nach einer kleinen Mittagspause in der Kabine begaben wir uns aufs Lido-Deck um Mittag zu essen. Es gab... sagen wir mal amerikanisch! Also Burger, frittiertes Hähnchen, Pommes und Hotdogs... aber wir hatten ja schon Sport gemacht! :-)
Der restliche Nachmittag verging mit ein paar organisatorischen Wegen an Bord, Einrichtung des Internets und Entspannung.
Nun sitzen wir hier auf Deck 2 in einer der vielen Bars und schreiben unseren Blog und sortieren schon mal Bilder für das Fotoalbum! Heute Abend erwartet uns eine Zaubershow und wir stehen noch vor der schwierigen Entscheidung ob wir heute im Restaurant oder auf dem Lido-Deck Abendbrot essen sollen! Ja, das Leben als Kreuzritter (oder -Fahrer) ist schon eins der Schwersten! :D
Mit diesen Worten wollen wir für heute enden und senden allen Daheimgebliebenen liebste Grüße!
Steffi & Bøn

-hier- gibts Bilder

Montag, 6. August 2012

Schweden-Urlaub Teil 5 – Eine ruhige Fahrt

Heute ist Entspannen an der Tagesordnung. Nachdem wir ausgeschlafen hatten packten wir in aller Ruhe unser Auto. Der schöne Campingplatz lädt eigentlich zum Baden ein, aber die Wolken zogen sich zusammen und wir entschieden doch gleich los zufahren. Also Zelt rein, Schlafsäcke rein, Bön und Steffi rein. Motor an – Nichts geht. Wir haben mit unseren abendlichen Stromattacken die Autobatterie geschwächt und brauchten Starthilfe. Ein netter Camper aus Hannover half uns und sponserte uns seine Energie. Wieder in Fahrt ging es in Richtung Kalmar, immer an der Ostküste entlang. Wir entschieden uns für die reizvollere E22 statt die E4, die durchs Land führt und man außer Autobahnstreifen nichts weiter sieht. Nach ca. zwei Stunden hielten wir das erste Mal an, um ein kleines Mittagessen zu uns zu nehmen. Am Rand der E22 in einer Einfahrt zu einem Privatgrundstück. Auf der weiteren Fahrt gab es nicht viel zu entdecken, da das Wetter schlechter wurde und wir Kilometer schaffen wollten. So müssen wir am Dienstag nicht mehr ganz so lange fahren. In einem Campingführer entdeckten wir einen Campingplatz in Kristianopel. In der Nähe soll ein Monument oder Denkmal stehen. Wir haben nur die Zeichnung im Reiseführer gesehen, aber keine Beschreibung gefunden. An der Autobahnabfahrt wurde schon auf das Brömsehus hingewiesen. Nach einer kurzen Wanderung kamen wir dort an. Zu Zeiten des 14. Jahrhunderts befand sich hier eine Festungsanlage, um die Bucht von Kristianopel zu bewachen. Leider ist nichts mehr davon übrig, bis auf die Stelle an der die Festung stand. Naja, so haben wir einen kleinen Abendspaziergang gemacht. Jetzt aber auf zum Campingplatz. Über enge und gewundene Straßen kamen wir endlich nach Kristianopel. Wir dachten hier würde die Welt aufhören, bis plötzlich vor uns ein kleines Städtchen erschien. Die malerisch rot-weißen Holzhäuser sind alle liebevoll mit Blumen geschmückt und alle Einwohner geben sich scheinbar große Mühe den Ort in Ordnung zu halten. Am Ortseingang fanden wir weitere Zeugnisse der alten Festungsanlage an der Bucht und am Campingplatz angekommen, erkannten wir dass dieser Teil der alten Anlage selbst ist. Zunächst war die Rezeption geschlossen, in Schweden beginnt nun die Nebensaison und die Öffnungszeiten verkürzen sich rapide. Doch dank unseres Charmes und der Freundlichkeit der Schweden organisierten uns die benachbarten Restaurant-Betreiber die Chefin des Campingplatzes und wir bekamen noch eine Hütte für heute Nacht. Diese ist sehr klein, leider ohne Küchenzeile, aber trotzdem gemütlich. Viele Urlauber sind nicht mehr hier, ein paar Schweden, etwas mehr Deutsche und einige Andere. Wir erkundeten die Gegend noch ein bisschen, machten viele Fotos und planen nun den letzten Tag unseres Schweden-Urlaubs. Bilder gibt es -hier-

Sonntag, 5. August 2012

Schweden-Urlaub Teil 4: Die Sache mit Birka

In aller Frühe packten wir am Samstag unsere Sachen ein, wir wollen rechtzeitig in der Stadt sein, um die Fähre nach Birka zu bekommen. Abfahrt ist 10 Uhr, zu dieser Zeit waren wir auch am Anleger, leider Fähre schon weg. Am Ticketschalter eröffnete man uns, dass die Fähre nur einmal täglich fährt, diese gerade weg ist und auch so viel zu voll war. Schade. Nun saßen wir, völlig enttäuscht an der Radshusbron und diskutierten, wie wir den restlichen Urlaub verbringen. Der Plan ist nun so: Wir bleiben bis Sonntag in Stockholm, übernachten noch eine Nacht auf unserem Campingplatz und fahren morgen nach Birka. Wir tingelten die Innenstadt entlang in Richtung Djurgarden. Hier befindet sich Stockholms Freizeit- und Erholungszentrum mit Fahrgeschäften, Konzertbühnen, Museen und Freilichtanlagen. Wir besuchten hier das Aquaria – ein Meeresaquarium mit Fischen der Tropen aber auch der einheimischen Fauna. Nicht so spannend. Nach kurzer Pause in einem kleinen Park geht es zurück in die Stadt, hier werden wir auf unserem Weg überrascht von einer Demonstration. Halt, was ist hier denn los? Gegen was demonstriert denn Stockholm? Nichts da, es findet die jährliche Schwulen-und Lesbenparade statt. Viele tausend Menschen säumen die Straßen, es ist fast kein Durchkommen mehr. Hund, Katze, Kind und Kegel werden mitgenommen, um für mehr Gleichberechtigung und Frieden zu demonstrieren. Für uns geht’s weiter in Richtung Schloss, hier entdeckt Bön das Mittelaltermuseum Schwedens. Schwupp, da war er weg und Steffi verbrachte die nächsten 75 Minuten allein im benachbarten Park mit Blick auf die Parade. Ein kurzer Rundgang durch die richtige Altstadt, Gamla Stan folgte anschließend. Hier beeindruckt die angenehme Atmosphäre in den kleinen Gassen. Schnell wurden ein paar Souverniers gekauft und zurück ging der Weg nach Hause. Wir blieben in dieser Nacht nicht in der Hütte, sondern in unserem Zelt auf dem kleinen Grasgrundstück. Keine gute Wahl, aber wir wollen ja früh raus: Birka wartet: Endlich Birka – Wird sich Björn wohl denken. Der Tag ist gekommen, der 5. August 2012 Sonntag und wir fahren nach Birka. Die ehemalige Wikingerhandelsstadt liegt auf der heutigen Insel Björkö, ca. 30 km westlich von Stockholm. Dorthin kommt man nur per Fähre, einmal am Tag und teilt sich dann die Insel mit Hunderten Touristen. Um nicht schon wieder zu spät zu sein stellten wir am Abend zuvor den Wecker auf 6:45... Nach einer eher unruhigen Nacht standen wir tatsächlich pünktlich auf, packten in aller Eile das Zelt und alle Utensilien zusammen und hatten noch Zeit für ein kleines Frühstück. Mit der Metro ging es wieder in die Stadt, gegen 9:15 Uhr erreichten wir den Fähranleger. Wir hatten ein bisschen Bammel, dass wir ohne Vorreservierung nicht auf das Schiff kommen. Aber im loyalen Schweden alles kein Problem. Dank VISA ist noch nicht mal das fehlende Bargeld aufgefallen. Die Tour ist verbunden mit einer zweistündigen Schärenfahrt durch den Mälarensee. Sehr interessant und wir hatten richtig schönes Wetter. In Birka angekommen schlenderten wir zunächst ins Museum, dass im Ticketpreis enthalten war. Naja, man kann mehr daraus machen, aber einige Sachen waren ganz interessant. Björn vergnügte sich im Museumsshop, lernte nebenbei noch einige andere Interessierte aus Deutschland kennen und weiter geht die Inseltour. Zu Fuß erkundeten wir nun den Rest der Insel, bis auf ein Christianisierungskreuz und einige Schafe gab es leider nicht viel zu sehen. Am südlichen Rand der Insel, war früher der Anlegehafen. Hier wurde eine kleine Stadt rekonstruiert, mit originalgetreuen Häusern, einer Bäckerei und nachgebauten Schiffen. Nach dem Mittagessen holten wir noch einen Cache auf der Insel und gingen zurück zum Schiff. Björn ist ein bisschen wehleidig, dass er nicht da bleiben durfte. Auf dem Schiff stellten wir fest, dass andere Cacher an Bord waren. Sie erkannten unseren Cacheaufnäher und gaben sich Preis. Sie kommen aus Belgien, sind ein älteres Ehepaar und waren zuvor schon einmal in Schweden. Die Schärenrundfahrt dauerte ca. 2 Stunden und führte uns vorbei an sehr schönen Orten. Das Schiff hielt zwischendurch 3mal und nahm neue Gäste an Bord. In Schweden ist es üblich öffentliche Badeplätze zu gestalten. Da das Wasser angenehme 20° Grad hat, gehen auch viele Einheimische an ihrem freien Sonntag dort schwimmen. Dieser Ausflug ist ein sehr schöner Abschluss unserer Stockholm-Reise. Nun geht die Fahrt wieder zurück in den Süden, heute übernachten wir auf einem Campingplatz auf Enadö, einer kleinen Ostseeinsel bei Trosa. Uns gefällt der Platz sehr gut, auch wenn wir wie auf einem Präsentierteller zwischen den ganzen Wohnmobilen stehen. Gute Nacht! -hier- gibts wieder bilder!

Freitag, 3. August 2012

Schweden-Urlaub Teil 3: Paddeln und Stockholm

Es gibt wieder Neues zu berichten hier in Schweden. Nachdem wir gestern in Västeras übernachtet hatten erkundigten wir uns nach einer Möglichkeit um ein paar Boote oder Kanus auszuleihen und wurden von einer hochmotivierten Campingplatzangestellten mit einem übertrieben englischen Englisch auf die Insel Björnö verwiesen. Dort angekommen liehen wir uns also zwei Kajaks aus und fuhren drauf los. Zwei Stunden hatten wir Zeit, um unsere Künste auf die Probe zu stellen und siehe da, es klappte nach kurzer Eingewöhnungsphase ganz gut. Tatsächlich war der Einstieg ins wackelige Kajak das Schwierigste. Wir genossen unsere Zeit auf dem Wasser und schauten uns die Insel und ihre vielen Buchten und Anlegestellen von der Seeseite her an. Ruckzuck war die Zeit rum und wir mussten unsere Kajaks wieder abgeben und machten uns auf den Weg ins 99km entfernte Stockholm. Hier hatten wir bereits vor ein paar Tagen eine kleine Hütte für zwei Tage vorbestellt. Der Donnerstagabend verging dann entspannt mit Abendbrot und einem kleinen Spaziergang am See entlang und um den CP. Eigentlich war heute ein Ausflug zur ehemaligen Wikingerhandelsstadt Birka geplant doch irgendwie haben wir vergessen gestern abend den Wecker zu stellen und so standen wir heute statt um acht erst viertel elf auf... Nunja, wir machten das Beste draus und beeilten uns dann mit Frühstück um vom restlichen Tag noch so viel wie möglich zu haben. Wir kauften uns eine s.g. Stockholmcard mit der man nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann, sondern auch ermäßigten oder freien Eintritt zu vielen Musen bekommt. So fuhren wir also mit der S-Bahn in die Stadt und bummelten an der Promenade entlang in Richtung Historisches Museum. Für Steffi eher nicht so interessant fühlte ich mich doch sehr wohl zwischen jeder Menge Runensteinen und vielen weiteren Originalfunden aus Birka und der ganzen Wikingerwelt. Darunter der berühmte Wendelhelm und auch einige Schmuckstücke und Accessoires von denen sich Replikate in meinem Besitz befinden :-) Nach dem Museum besichtigten wir noch das königliche Schloss, welches auf der Insel Staden Mellan Broarna liegt. Das bedeutet so viel wie Stadt, die zwischen zwei Brücken liegt. Überhaupt liegt die Stadt Stockholm über 14 Inseln verteilt und ihr Name bedeutet soviel wie Pfahlinsel. Auf der Schlossinsel wurden wir von einem heftigen Regenguss überrascht und wurden kräftig durchgeweicht, sodass wir völlig durchnässt wieder am CP ankahmen. Nun sitzen wir wieder in unserer Hütte und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Bilder gibt’s -hier-

Mittwoch, 1. August 2012

Schweden Teil 2: Von Göteborg über Mariestad nach Västeras

Die letzten beiden Tage waren wir wieder fleißig unterwegs! Gestern schauten wir uns Göteborg an und hoben bei der Gelegenheit einige Caches! Göteborg ist an sich eine sehr schöne Stadt, leider vermieste uns das Wetter den vollen Genuss und auf dem Rückweg wurden wir, natürlich ohne Regenjacken, schön nass! Generell scheint der Urlaub unter keinem Guten Stern zu stehen: das Wetter ist eher mittelmäßig (obwohl jetzt, hier auf dem Campingplatz in Västeras grade die Sonne scheint) und nachdem Steffi ihre Erkältung überstanden hat scheint sie jetzt irgend einen Infekt zu haben. Jedenfalls fühlt sie sich nicht gut und ich musste heute Nachmittag sogar alleine auf Hügelgräbertour gehen! Von Göteborg fuhren wir also gestern an den Vänern-See nach Mariestad. Es war schon recht spät und da es Steffi schon gestern nicht so gut ging mieteten wir uns direkt in eine kleine gemütliche Cabin auf dem CP in Mariestad ein und genossen den Abend bei selbst gemachten Burgern und einem schönen Sonnenuntergang! Der heutige Tag begann zwar mit schönem Wetter, für Steffi aber dafür mit einer Runde nach-Ulf-rufen! Also fiel unsere geplante Paddel-Tour in Wasser und wir fuhren gleich nach dem Frühstück und Aufräumen nach Västeras. Das heißt einen Zwischenstopp machten wir noch! Beim Auschecken am CP bemerkte ich ein Plakat welches auf einen neueröffneten Vikingreenactment-Laden hin wies. Dass ich das nicht ungesehen links liegen lassen konnte war klar! Nun, ich bin nun also Besitzer eines neuen Hastings-T-shirts und eines schönen dicken Wolllodenstoff für eine Gugel :-) Danach führte uns unser Weg zwischen den beiden goßen Seen Vänern und Vättern hindurch nach Västeras. Hier setzte ich Steffi am CP ab und machte mich leider nun alleine auf zum Anundshög, einem Riesigen Hügelgrab mit Schiffssteinsetzungen und vielen weitere Grabhügeln drum herum. Sogar einen echten Runenstein konnte ich bewundern. Dieser trug, wie fast jeder Runenstein die Inschrift „X ließ diesen Stein errichten zu Ehren von Y, und Z ritze die Runen“... Interessant ist die Ornamentik mittig welche wohl ein eng umschlungenes Paar darstellt. Der Wiki-Playboy sozusagen :-) Ich machte noch eine kleine Wanderung entlang der weiteren Gräber zu einem alten Hof bevor ich zurück auf dem CP fuhr. Jetzt sitzen wir bei Aro und Tee vor unserem Zelt und hoffen, dass es Steffi morgen wieder besser geht, damit wir unsere Paddeltour nachholen und den Urlaub wieder richtig genießen können. -hier- gibts wieder neue Bilder